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The Next Great Thing

Definition

Was ist ein Venture Studio?

Ein Venture Studio ist ein Unternehmen, das systematisch neue Unternehmen entwickelt: Es identifiziert Marktchancen, validiert die Nachfrage, baut das Produkt und das Team auf und bringt die entstandene Marke auf den Markt — als operativer Mitgründer, nicht als externer Geldgeber.

Anders als ein Fonds investiert ein Venture Studio nicht in fremde Ideen. Anders als eine Agentur arbeitet es nicht gegen Honorar für Kunden. Ein Venture Studio baut auf eigene Rechnung — mit eigenem Kapital, eigenen Ressourcen und einem wiederholbaren Prozess, der aus einer validierten Chance ein eigenständiges Unternehmen macht.

Venture Studio, Company Builder, Startup Studio — dasselbe?

Ja. Die Begriffe werden in der Praxis synonym verwendet. Das Global Startup Studio Network (GSSN) definiert Studios schlicht als „Company Creators“ — Unternehmen, die Unternehmen erschaffen — unabhängig davon, ob sie sich selbst Venture Studio, Company Builder, Venture Builder oder Startup Studio nennen. Eine trennscharfe, allgemein anerkannte Abgrenzung zwischen diesen Begriffen existiert nicht.

Abgrenzung: Studio, Fonds, Accelerator, Inkubator, Agentur

Die fünf Modelle unterscheiden sich vor allem in einer Frage: Wer hat die Idee, und wie tief ist das Modell operativ beteiligt? Ein Venture Studio steht am äußersten Ende dieser Skala — es entwickelt die Idee selbst und bleibt bis zur Skalierung operativer Mitgründer.

ModellRolleQuelle der IdeeBeteiligungZeithorizont
Venture StudioMitgründerEigene IdeenHoch (Ø ~34 %, Spanne 15–80 %)Ab Tag null, langfristig
VC-FondsInvestorFremde, bereits existierende StartupsMinderheitsanteilAb Seed- oder Series-A-Runde
AcceleratorKurzzeit-CoachBereits existierende MVPsKlein, meist gegen CashWenige Wochen bis Monate (Batch)
InkubatorInfrastruktur-AnbieterFrühphasen-Ideen, oft Corporate-internGering bis keineUnbegrenzt, wenig operative Tiefe
AgenturDienstleisterKundenaufträgeKeine (Honorar statt Equity)Projektbezogen

Woher das Modell kommt

Als erstes Venture Studio gilt Idealab, gegründet 1996 in Los Angeles. Über 25 Jahre hinweg entstanden dort aus mehr als 5.000 geprüften Ideen 150 Unternehmen und 50 Börsengänge oder Übernahmen. Seither hat sich das Modell stark verbreitet: Laut einer Erhebung von Enhance Ventures gab es 2020 weltweit rund 560 Venture Studios — ein Wachstum von über 625 Prozent innerhalb von sieben Jahren.

Auch in Deutschland ist die Idee nicht neu: Rocket Internet, 2007 von den Samwer-Brüdern gegründet, gilt als das bekannteste deutsche Beispiel — allerdings mit Fokus auf die Replikation bereits bewährter internationaler Geschäftsmodelle statt auf eigenständige Neuentwicklung.

Warum das Modell funktioniert

Eine Erhebung des Global Startup Studio Network unter 258 Studio-Gründungen zeigt einen deutlichen Vorsprung gegenüber klassisch gegründeten Startups: 84 Prozent der Studio-Ventures erreichen eine Seed-Finanzierung, 72 Prozent davon schaffen anschließend den Sprung zur Series A — bei traditionell gegründeten Startups liegt diese Quote nur bei 42 Prozent. Studio-Ventures erreichen die Seed-Runde im Schnitt nach 10,7 Monaten, traditionelle Startups erst nach 36 Monaten.

Der Grund liegt im System: Ein Venture Studio wiederholt einen erprobten Prozess — Marktanalyse, Validierung, Aufbau, Skalierung — und teilt operative Ressourcen (Recht, Finanzen, Technologie, Vertrieb) über mehrere Ventures hinweg, statt sie für jede neue Idee komplett neu aufzubauen.

Venture Studios in Deutschland

Die deutsche Venture-Studio-Landschaft ist stark Berlin-zentriert und überwiegend vertikal spezialisiert: finleap konzentriert sich auf Fintech, WATTx auf Deep-Tech, Mantro auf High-Tech-Produkte, FoundersLane auf Climate und Health. Ein Großteil der bekannten Namen — darunter Stryber, Bridgemaker und FoundersLane — baut dabei primär im Auftrag von Corporates, nicht auf eigene Rechnung.

Nicht zu verwechseln: Die Next Big Thing AG (Berlin) ist ein eigenständiges, auf die Internet-of-Machines-Branche spezialisiertes Venture Studio ohne jede Verbindung zu The Next Great Thing.

The Next Great Thing

Ein unabhängiges Venture Studio aus Dortmund

The Next Great Thing identifiziert unterversorgte Marktnischen, validiert sie datenbasiert und baut daraus eigenständige Venture Brands — auf eigene Rechnung, mit eigenem Kapital und einem KI-gestützten Studio-System.

Mehr zum Studio-System (Scan, Validate, Build, Scale) und zur Positionierung des Studios auf der Startseite.

Häufige Fragen

Ist ein Venture Studio dasselbe wie ein Company Builder?
Ja. Die Begriffe Venture Studio, Company Builder, Venture Builder und Startup Studio werden in der Praxis synonym verwendet — es gibt keine allgemein anerkannte Trennlinie zwischen ihnen. Das Global Startup Studio Network (GSSN) fasst sie einheitlich als „Company Creators" zusammen.
Was unterscheidet ein Venture Studio von einem Accelerator?
Ein Accelerator arbeitet mit bereits existierenden Startups und deren Gründern, meist in einem festen Programm über wenige Wochen oder Monate. Ein Venture Studio entwickelt die Geschäftsidee selbst, von Grund auf, und ist von der ersten Stunde an operativer Mitgründer — nicht nur befristeter Begleiter.
Ist ein Venture Studio dasselbe wie ein Inkubator?
Nein. Ein Inkubator stellt vor allem Infrastruktur bereit — Raum, Netzwerk, gelegentlich Mentoring — und bleibt operativ meist im Hintergrund. Ein Venture Studio baut aktiv mit: Produkt, Marke, Markteintritt und Team entstehen im Studio selbst, nicht daneben.
Wie viele Anteile nimmt ein Venture Studio typischerweise?
Laut einer GSSN-Erhebung unter 258 Studio-Gründungen liegt die durchschnittliche Gründungsbeteiligung eines Venture Studios bei rund 34 Prozent, mit einer Spanne von 15 bis 80 Prozent — deutlich mehr als der Anteil, den ein klassischer Frühphaseninvestor für eine vergleichbare Summe erhalten würde.
Warum ist die Erfolgsquote von Studio-Gründungen höher als bei klassischen Startups?
GSSN-Daten zeigen, dass Startups aus Venture Studios im Schnitt schneller Meilensteine erreichen: 84 Prozent erreichen eine Seed-Runde, 72 Prozent davon schaffen den Sprung zur Series A — bei traditionellen Startups sind es nur 42 Prozent. Der Grund liegt im wiederholbaren Prozess und den geteilten operativen Ressourcen des Studios.
Was macht The Next Great Thing anders als ein Fonds oder eine Agentur?
The Next Great Thing investiert nicht in fremde Ideen wie ein Fonds und arbeitet nicht gegen Honorar für Kunden wie eine Agentur. Das Studio baut auf eigene Rechnung: mit eigenem Kapital, eigener Technologie und einem wiederholbaren Prozess von der Validierung bis zur Skalierung.
Ist The Next Great Thing dasselbe wie die Next Big Thing AG?
Nein. The Next Great Thing (Dortmund) ist ein eigenständiges, unabhängiges Venture Studio ohne Verbindung zur Next Big Thing AG (Berlin), einem auf die Internet-of-Machines-Branche spezialisierten Venture Studio. Die Namen ähneln sich, die Unternehmen sind vollständig getrennt.